Schwarzschildeffekt
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Gemessene Belichtungszeit
Schwarzschild-Korrektur
Gemessene Zeit
4s
Korrigierte Zeit
6.1s
Zusätzliche Zeit
+2.1s
Zusätzliche Blendenstufen
+0.6
Keine Korrektur nötig. Die Belichtungszeit liegt unter der Schwarzschild-Schwelle für Ilford HP5+.
Warnung vor Farbverschiebung
Filmspezifische Hinweise:
Entwicklungsanpassung
−10 % Entwicklung bei 1–10 s, −20 % bei >10 s
Eine kürzere Entwicklungszeit verhindert ausgefressene Lichter bei langen Belichtungen.
Kurzreferenz für Ilford HP5+
| Gemessen | Korrigiert | Zusatz | Blendenstufen |
|---|---|---|---|
| 1s | 1s | +0s | +0 |
| 2s | 2s | +0s | +0.3 |
| 4s | 6s | +2s | +0.6 |
| 8s | 15s | +7s | +0.9 |
| 15s | 35s | +20s | +1.2 |
| 30s | 1m 26s | +56s | +1.5 |
| 1m | 3m 33s | +2m 33s | +1.8 |
| 2m | 8m 49s | +6m 49s | +2.1 |
| 4m | 21m 52s | +17m 52s | +2.5 |
| 8m | 54m 14s | +46m 14s | +2.8 |
Über den Schwarzschildeffekt
- Was es ist: Die Empfindlichkeit des Films sinkt bei langen Belichtungen durch den Schwarzschildeffekt
- Wann es auftritt: Meist bei Belichtungen >1 Sekunde (je nach Film)
- Formel: Korrigierte Zeit = gemessene Zeitp
- p-Wert: Filmspezifische Konstante (typisch 1,1–1,5; niedriger ist besser)
- Farbverschiebung: Lange Belichtungen auf Farbfilm führen zu Farbkreuzungen
- Entwicklung: Entwicklungszeit bei sehr langen B&W-Belichtungen um 10–20 % verkürzen, damit die Lichter nicht ausfressen
- Beste Filme für Langzeitbelichtung: Fuji Acros (p=1.1), Kodak T-Max (p≈1.15)
Tipps für Langzeitbelichtungen
- B&W-Film: Kommt mit dem Schwarzschildeffekt meist am besten zurecht; kaum Farbverschiebungen
- Farbnegativ: Verzeiht mehr als Diafilm; Verschiebungen lassen sich beim Scannen korrigieren
- Diafilm: Verzeiht am wenigsten; Belichtungen über 10 s möglichst vermeiden
- Belichtungsreihen: Lieber mehrere kürzere Belichtungen aufnehmen und stapeln
- Testen: Teste deine konkrete Kombination aus Film und Entwickler